Tansvulcania

Vorbereitung auf den Transvulcania Ultramarathon…. ein Drama!

Berichte auf Facebook machten mich auf die Veranstaltung aufmerksam. Jedes Jahr waren es mehr begeisterte Teilnehmer beim Transvulcania. Besonders die Weltklasseathleten ließen diesen Ultramarathon zu einer Kultveranstaltung werden. Kein Wunder, dass in mir der Gedanke reifte da auch einmal dabei zu sein. Und so meldetet ich mich im Herbst schon frühzeitig dafür an. Ein halbes Jahr Vorbereitung sollte reichen, zumal ich ja schon einiges an Erfahrung im Ultrabereich gesammelt hatte. Doch die Distanz von 73 km und 4400 Höhenmeter war doch eine besondere Herausforderung. Insbesondere da der Lauf auf einer Vulkaninsel auf den Kanaren statt findet. La Palma hieß das Zauberwort.10552429_845746838790455_4201579757556741147_n

Und so war alles bald unter Dach und Fach. Flug gebucht, Unterkunft gesichert, Mietwagen reserviert. Erste Läufe schon im Oktober sollten das Training einleiten. Doch schon bald der Schock. Verletzung! Mein Sitzknochen war im Ansatz gereizt. Und schon bald war an geregeltes Training nicht mehr zu denken. Jeder Versuch wieder mehr als eine Stunde zu laufen, wurde mit Schmerzen belohnt. An schnelles Laufen war schon lange nicht mehr zu denken. Und doch versuchte ich es anfangs noch Rennen. Nikolaus- und Silvesterlauf gingen aufgrund meiner Form aus den Vormonaten noch ganz gut…957376939-2088330_1-jY34doch im Januar und Februar machte sich dann das mangelnde Training mit Leistungsabfall bemerkbar. Erstaunlich wie schnell man doch an Form verliert….tja, und so wurde ich immer unruhiger, da die Entzündung an dem Sehnenansatz nicht besser wurde. Natürlich war ich beim Arzt…Spritzen brachten keinen Erfolg, Physio anfangs auch nicht. Die Zeit vergeht und der Transvulcania rückt immer näher. Im März dann lief ich dann zumindest schon etwas länger. Drei mal wenigstens mal 16 km auf der Straße. Da ich auch schon für für den Ultratrail Petit Ballon im Elsaß, sowie den Eco Trail in Paris gemeldet war, wollte ich diese zu Trainingszwecken nützen. Am Petit Ballon wurde ich von mir selbst überrascht, dass ich überhaupt in der Lage war so eine Distanz zu bewältigen. 50 km über Stock und Stein in 5:15 h.DSC_1571 Wobei ich zugeben muss, hier schon wieder mal am Anfang zu schnell gestartet zu sein. Was mich am Ende dann schon etwas kämpfen ließ. Eine Woche später dann nochmal 50 km in Paris. Diesmal wirklich als Trainingslauf mit meiner Freundin Samia zusammen. 5:10 h war genau richtig und doch am Ende brutal hart. Unglaublich. Ok, aber doch der Schmerz war mein ständiger Begleiter. Geregeltes Training weiterhin Fehlanzeige.  Und bislang gerade mal 3000 Höhenmeter in den Beinen. Noch sechs Wochen Zeit etwas aufzuholen… 10849000_915382158493589_3254232342079757958_oimmerhin ein paar längere Läufe zwischen 20 und 30 km in langsamem Tempo, doch immer noch keine Berge. Zu kalt der April. Und so wurde es immer enger. Am 19. April, drei Wochen vor dem Start, endlich die nächsten Höhenmeter. Mit meinem Bruder Rupert 2100 Hm im Kreuzthal auf 37 km gelaufen. Doch so richtig Freude aufkommen wollte auch da nicht. Zu schwer das Gefühl und dann noch ordentlich über einen Stein gestolpert. Voll auf die Fresse. Wie soll das erst beim Transvulcania werden? Muss noch vorsichtiger sein. Jetzt erst noch mit Stirnlampe laufen. Da die Zeit immer knapper wurde, schon vier Tage später zum Dötzenkopf. Nachts um Zwei aufgestanden, um den inzwischen legendären Berg im Dunkeln zu bezwingen. Das ging ganz prima…ich war wieder zuversichtlich. Zwölfmal den Berg rauf und runter. Jeweils 1,8 km mit 450 Höhenmeter. Da kommt ganz schön was zusammen. In meinem Fall sogar soviel Höhenmeter wie ich in einem Lauf noch nicht gemacht habe…über 5000 hm waren es.11154843_928741707157634_922514707528599487_o Doch reichen 10000 Hm im Vorfeld um einen Lauf wie den Transvulcania zu bestehen? Ich war mir nicht sicher. Genau diese Unsicherheit veranlassten mich im Vorfeld nochmal meine Form zu testen. Zuerst über 10 km beim Würzburger Residenzlauf und eine Woche später indem ich beim WingsforLife Worldrun in München teilnahm. Perfekte Vorbereitung kann man so etwas wirklich nicht nennen. Erstens hats mir beim 10er wieder die Sehne gereizt und zweitens gingen mir die Gäule eine Woche später mit mir durch. Und der Lauf in München machte mir bewusst wie schlecht ich doch vorbereitet bin. Nach 34 km waren meine Beine so hart wie luftgetrocknete Salami. MU15GE005125Wie sollte ich nur sechs Tage später einen so langen Ultratrail bestehen??? Ihr werdet es erfahren!

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