Blick zum  MontBlanc

Skyrunning WM Chamonix… Vertikal KM brutal steil, Marathon nass, kalt und rutschig

Gleich mal vorab,  die Skyrunning Worldchampionships waren rundherum um ein Erfolg. Weltklasseteilnehmerfeld, Unglaubliche Kulisse, Tolle und sehr anspruchsvolle Strecken und für mich persönlich eine schöne Erfahrung und sportlichem Erfolg.

Die Anreise aus Deutschland zum höchsten Berg Europas ist nicht gerade kurz. Vielleicht auch ein Grund weshalb nur eine Handvoll Starter aus dem Bundesgebiet am Start waren. Für mich war die Anreise mit der Bahn allerdings sehr gemütlich. Donnerstag Abends angekommen hieß es für mich gleich mal einen Platz für die Nacht zu finden. Doch nur wenige Meter vom Ortskern beginnt ein kleiner Wald in dem ich mein Zelt verstecken konnte.

mein Schlafplatz

mein Schlafplatz

Perfekt in die Umgebung angepasst, konnte ich drei Nächte ganz wunderbar schlafen.

Freitag war dann schon das erste Rennen angesagt. Der Vertikal KM hinauf nach Planpraz.  So etwas steiles bin ich noch nie gelaufen. Leider musste ich schon relativ früh bei HItze ins Getümmel. Was zudem hieß, während dem Lauf auf der sehr schmalen Spur ständig, teilweise weit vor mir gestartete Läufer zu überholen. Ging das auf dem ersten Teil der Strecke noch relativ gut. War es im zweiten mit Seilen und Metalltritten versehenen Abschnitt unmöglich schnell an den langsameren Läufern vorbeizukommen. An einer Leiter ging es dann nur sehr mühsam vorwärts. Alles in allem lief es aber recht gut und ich konnte in 48 min im Ziel einlaufen. Am Ende war dies der 4. Platz in der Klasse der über 50 Jährigen. Schade, lange Zeit lag ich an Dritter Position. Doch ein Franzose der vor dem Elitefeld starten durfte hatte freie Bahn und so schaffte er es mir im oberen Teil Zeit abzunehmen.

Am Sonntag beim Marathon dann ein völlig anderes Bild. Es hatte in der Nacht zu regnen begonnen. Dazu sollte es in höheren Lagen auch noch sehr kalt werden. Dies bewog den Veranstalter dazu, nicht die Originalroute zu laufen. Die wäre über einen wunderbaren Pfad mit Zieleinlauf in 2000 m Höhe geplant gewesen. Hier ein Eindruck davon was mich erwartet hätte…  Video vom Marathon 2013

Trotzdem war der Marathon die Härte pur. Von Anfang an hat es geregnet mal mehr mal weniger. In den Höhen ging ein eiskalter Wind und die Trails waren aufgeweicht und rutschig.  Zudem musste wieder zum Start hinuntergelaufen werden, was einen zusätzlichen harten Downhill nötig machte. Alles in allem schon sehr anspruchsvoll.  Die Beine waren vom Vertikal noch etwas müde, so dass ich nicht zu schnell gestartet bin.  Und so lag nach 10 km auf denen gerade mal knapp 400 Höhenmeter zu laufen waren, noch an 172 Stelle.  Bis KM 18 ließ ich mich etwas zu sehr mitreißen und verbesserte  die Position um um einige Läufer. Als ich dann bei KM 22 den höchsten Punkt erreicht hatte, war ich 146. Doch der lange Downhill auf einer breiten Forststrasse machte alles zunichte. Läufer um Läufer überrollte mich da hinunter und es wollte kein Ende nehmen.10298243_778273345537805_6225762988380605639_o Bei Kilometer 29 und fast drei Stunden Laufzeit fand ich mich wieder 30 Plätze weiter hinten.  Etwas gefrustet war ich da natürlich schon. Zusätzlich war die Kälte dort runter fast unerträglich und mein Ischias war auch nicht sehr freundlich zu  mir. So gelang es mir im weiteren Verlauf nicht mehr viel gut zu machen. Obschon ich im Nachhinein festgestellt habe, dass ich genau  in dem Streckenteil zwischen 29  und 35 km einem meiner Konkurrenten dem Christian Lefranc  in der V2H -Klasse mehr als 6 min abgenommen habe. Dies konnte er im finalen Downhill nicht mehr wettmachen.  Obwohl er alles gab und mir noch bis auf zwei Minuten auf die Pelle rückte. Überglücklich war ich dass ich es diesmal geschafft hatte aufs Podium zu stürmen.

Best Moments 2014

Podium mit dem Sieger Richard Bindler aus Schweden ( Jg 1963 ) dem Zweiten der Franzose Gilles Farina ( Jg 1959 ) und mir als Dritten der Kategorie V2H

Podium mit dem Sieger Richard Bindler aus Schweden ( Jg 1963 ) dem Zweiten der Franzose Gilles Farina ( Jg 1959 ) und mir als Dritten der Kategorie V2H

Über den Zweiten hab ich im französichen Trail Endurance Magazin ein ganz aufschlussreiches  Portrait Gilles Farina  gefunden.

Ergebnisse gibt es hier: resultats_kmv2014  + hier: resultats_marathon2014

 

2 Gedanken zu „Skyrunning WM Chamonix… Vertikal KM brutal steil, Marathon nass, kalt und rutschig“

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